Erstmal müssen wir froh sein überhaupt hier angekommen zu sein, denn aufm dem Flughafen in Atlanta sah es zwischenzeitlich so aus, als würden wir unseren Anschlussflieger nach Quito verpassen. Nachdem wir dann allerdings durch den ganzen Flughafen gerast sind, saßen wir völlig fertig an unserm Gate und unser Flieger nach Quito hatte Verspätung – typisch.
In unserm Apartment angekommen wurden wir sofort total nett von unsern Mitbewohnern Marcel und Steffi begrüßt. Beim ersten kurzen Blick durch unser zukünftiges Heim bekamen wir schon unsern ersten kleinen Kulturschock :P Es gibt nicht genügend Besteck oder z.B. Schöpflöffel für alle Mitbewohner. Da wir komplett k.o. waren, wollten wir einfach nur noch ins Bett! Allerdings konnten wir auf Grund sehr weicher Matratzen (Inge), ständig auftönender Alarmanlagen und unserm deutschen Rhythmus nicht sehr lange schlafen.
Am nächsten Morgen wurden wir dann von Hermann zusammen mit zwei anderen Freiwilligen durch Quitos Zentrum geführt. Zu unsrer Überraschung gibt es hier wirklich alles: Internetcafés, Restaurants, Frisöre, Supermärkte, die zum Teil sogar mehr Auswahl haben als unsre deutschen und einen ganze besonderen Service anbieten: die Lebensmittel werden an der Kasse in Tüten gepackt und direkt zum Auto gebracht.
Gestern haben wir zusammen mit 7 anderen Mädels unseren ersten Ausflug gemacht: Es ging zur mitad del mundo – der Äquatorlinie. Schon alleine die Busfahrt dorthin ist ein Erlebnis: überfüllte, klapprige Busse, die man nach Belieben anhalten kann und auf die man mehr oder weniger aufspringen muss. Menschen mit Kücken in Paketen und Frauen mit Kindern, die komplett mit dicken Decken bedeckt sind, sind keine Seltenheit.
Im Freileichtmuseum an der Äquatorlinie hat uns eine durchaus freundliche Ecuadorianerin beeindruckende physikalische Experimente vorgeführt: so fließt das Wasser zum Beispiel auf der Nordhalbkugel also tatsächlich gegen den Uhrzeigersinn und auf der Südhalbkugel im Uhrzeigersinn ab.
Der Tag gestern war total schön und wir freuen uns schon auf das nächste Wochenende, das zwecks eines Feiertags sogar ein verlängert ist.
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Muchos besos
Inge und Vani