Mittwoch, 25. November 2009

DSCHUNGEL

Nach 8h Busfahrt sind wir am Freitagmorgen in Lago Agrio angekommen. Wir waren aber noch lange nicht am Ziel. Dort wurden wir von unserm Guide begrüßt und fuhren mit einem Privatbus weitere 2,5h weiter zum Reservat Cuyabeno, wo wir auch unser Mittagessen bekamen. (kaltes Gemüse und Fleisch, aber trotzdem lecker). Danach gings wiederum 2h mit einem Kanu, indem auch unsre komplette Essensration für die nächsten 4 Tage gelagert wurde, zu unsrer Lodge, die mitten im Dschungel lag. Die Lodge war total süß und unsre Zimmer waren praktisch komplett offen beim Händewaschen, Duschen oder auf dem Klo hatte man stets den Blick in den Dschungel – alles richtig saftig grün.
Am Anfang hatten wir Angst, dass wir ständig giftigen Spinnen oder Schlangen, oder anderen Tieren über den Weg laufen werden, aber so war es überhaupt nicht. Hätten wir unseren tollen Guide nicht dabei gehabt hätten wir vermutlich kein einziges Tier gesehen :D. Dank ihm haben wir viele verschiedene süße Affen, Faultiere, riesige, eklige Spinnen, Caymane, Vögel (Papageie und Fischreiher), Delphine und Fledermäuse. Der Anblick der Anakonda blieb uns erspart – eigentlich schade, aber sie wollte sich uns trotz mehrfacher Suche und Anstrengung des Guides nicht zeigen.
Wir haben paar Tagen mal wieder so viele tolle und neue Eindrücke gesammelt und viel unternommen: im Indigenasdorf Yucabrot gebacken – lecker; Piranhas gefischt – mehr (Inge) oder weniger (Vani) erfolgreich ;); im unvergesslichen, fast irreal erscheinenden Sonnenuntergang geschwommen – super romantisch und wunderschön (kleiner Vermerk an Katha: wir haben extra für dich viele Fotos gemacht und an dich gedacht :*); mit einem Schamanen gesprochen, an dessen Authentizität wir jedoch etwas zweifeln (alles wirkte ziemlich touristisch und gestellt); in der finsteren Nacht nur mit einer Taschenlampe ausgerüstet durch den Dschungel gelaufen (mit dem Hinweis des Guides niemals etwas ohne Kontrolle anzufassen –HILFE!); eine weitere durchaus angenehmere Tagwanderung durch den Dschungel, bei der wir zum Schluss noch durch Matsch, der bestialisch gestunken hat und uns bis zu den Knien reichte, gestapft sind.
Zwischendurch hatten wir immer wieder genügend Zeit um z.B. in den Hängematten der Lodge zu chillen und die „Geräuschkulisse“ des Urwaldes auf uns einwirken zu lassen.
Insgesamt war es eine super schöne Zeit. Trotzdem haben wir uns danach auf frische und nicht muffelnde Kleider und Betten gefreut und haben auch die Dusche in Quito ausgiebig genossen!
Besos Inge und Vani

Dienstag, 17. November 2009




















Mindo

Am Samstagmorgen gings los nach Mindo, einem Ort an dem für uns vor allem mal Entspannung an erster Stelle stehen sollte. Auf dubiose Weise fuhr uns unser Taxifahrer nicht zu dem von uns gewünschten Bahnhof, sodass der Rest unserer Gruppe ohne uns fahren musste. Nach kurzzeitiger Aufregung hat dann aber noch alles geklappt und wir sind alle fast zeitgleich in Mindo angekommen.
Mindo ist zwar nur knappe 3h von Quito entfernt, aber Klima und die Landschaft sind ziemlich verschieden. Nachdem wir im unserm Hostal, das direkt an einem schönen Fluss liegt und zum Teil offene Wände hatte, eingecheckt haben nahmen wir noch ein leckeres Almuerzo zu uns und dann gings ab zum Canopy. Uns erwartete ein riesen Areal mitten im Nebelwald mit 10 Seilbahnen, die in Länge und Steigung variierten. Für Inge waren die ersten Bahnen erst einmal eine kleine Überwindung und für Vani fehlte leider ein wenig der Adrenalinkick. Verschiedene Figuren, wie z.B. „Superman“, „Mariposa“, „Fledermaus“ oder „3-er Pack“ machten das Abseilen über die saftig grünen Nebelwälder noch spannender – ein einmaliges Erlebnis.
Auf dem Rückweg sind wir an einer kleinen süßen Saftbar vorbei gekommen, in der man auf Bambusschaukeln saß und frisch gepressten Saft aller möglichen Früchte schlurfen konnte.
Nach dem Abendessen sind wir noch auf einem kleinen Markt umhergeschlendert und haben alle kräftig eingekauft.
Am nächsten Morgen ging es nach einem bedürftigen Frühstück auf einem leider wegen Regenmangels nicht sehr wasserreichen Flusses zum Tubing. Man sitzt in aneinander geknoteten Gummireifen und fährt flussabwärts. Eine Erfahrung auf jeden Fall Wert, leider auch hier nicht ganz so actionreich wegen des fehlenden Wassers.
Anschließend besichtigten wir noch ein Schmetterlingshaus mit ganz vielen schönen und zum Teil sehr großen Schmetterlingsarten – auf jeden Fall beeindruckend!
Insgesamt war das Wochenende endlich mal wieder entspannter, da man nicht so viel Programm hatte und wir hatten viel Spaß zusammen.
Bis zum nächsten Mal
Besos
Inge und Vani

Donnerstag, 12. November 2009

Ein verrücktes Wochenende mit einer Ecuadorianerin in Puerto Quito

Bis zwei Tage vor Abfahrt dachten wir eigentlich, dass wir ein schönes und entspanntes Wochenende an der Küste im Elternhaus von Maritzas (die Erzieherin Inges Gruppe) verbringen werden. Dann stellte sich aber irgendwann heraus, dass wir leider weder an die Küste, noch in das Elternhaus von Maritza gehen würden, sondern an einen Fluss, vier Stunden von der Küste entfernt – na super!
Am Samstag Morgen sollten wir uns dann um ach Uhr morgens mit Mairtza am Bahnhof, der für uns eine Stunde entfernt ist, treffen. Typisch Ecuadorianisch kam sie natürlich eine halbe Stunde zu spät und fragte dann auch noch, ob wir fertig seien?! Nach fünf - stündiger Fahrt kamen wir dann auch mal in Puerto Quito an und checkten in einem erbärmlichen Hostal ein – und das auch noch für $7 die Nacht! Ziemlich schnell stellte sich heraus, dass Puerto Quito nicht sehr groß war und nicht nur deswegen war unsre Laune ziemlich im Keller, denn auch der ach so schöne Fluss war nicht wirklich ein Highlight.
Zum Glück trafen wir auf einige deutsche Volunteers, die uns dann für Sonntag eine Finkabesichtigung organisierten – das Wochenende scheint sich nun doch noch gelohnt zu haben. Am Samstagabend gingen wir dann zusammen mit ausschließlich schwarzen Freunden (neidisch, Katha? ) von Maritza in einen Park, wo wir uns nett mit diesen unterhielten. Danach zogen wir weiter, in eine „Disko“. Der Eintritt und auch die Getränke wurden uns bezahlt. Schnell merkten wir, dass wir um einen Salsatanz nicht drum herum kommen würden. Zuerst bekamen wir aber eine ausführliche Einführung in alle möglichen lateinamerikanischen Tänze – gar nicht so einfach. Sehr beeindrucken, wie gut sich hier alle, auch die Jungs, bewegen können, sieht echt toll aus! Schließlich haben wir also versucht, das gerade Gelernte umzusetzen und wurden sogar noch vom DJ begrüßt.
Ohnehin waren wir die Attraktion im Dorf und wurden teilweise wie Tiere angestarrt.
Am Sonntagmorgen ging es dann wieder mit 30-minütiger Verspätung (an wem mag’s wohl gelegen haben? – Maritza!) auf der Ladefläche eines Jeeps zur Finka des 75-jährigen Don Emilio, der im ganzen Dorf bekannt und beliebt ist. Er war total süß und zeigte uns stolz sein eigenes, großes Paradies. Alles war saftig grün und wir durften unzählige exotische Früchte direkt vom Baum probieren: Mandarinen, Orangen (diese werden hier „ausgesaugt“, Bananen, Sala, Sternfrucht, Kakaobohnen, Limetten und Grenadinen. Dank diesem Geheimtip hat sich das Wochenende zum Glück noch zum Guten gewendet.
Kurz vor der Abfahrt, die auch von uns organisiert wurde und nicht von der Einheimischen Maritza, gab es am Fluss noch frischen Fisch direkt vom Grill – lecker.
Bis demnächst
Inge und Vani

Donnerstag, 5. November 2009


















„Ketchupüberfall“

Nichts ahnend wollten wir uns nach einem Arbeitstag ganz entspannt bei Sonnenschein in einen Park legen. Auf dem Weg dorthin waren wir neben einer sehr befahrenen und belebten Straße auf der Suche nach etwas zu Essen bis wir plötzlich etwas Komisches auf unserm Rücken spürten. Zuerst dachten wir, dass es sich um Vogelscheiße handelte, doch nach einer Geruchsprobe und einem kurzen Blick auf den vor allem von Inge sehr beschmutzen Rücken, war uns klar, dass es sich um Ketchup handelte. Völlig verdutzt gingen wir erst noch ein paar Schritte weiter und hielten dann an der Seite an. Sofort kam uns ein netter Mann mit Tempos zur Hilfe, die wir zunächst dankend annahmen. Doch als Inge dann von allen Seiten noch mehr Männer registrierte, die uns mit Taschentüchern „helfen“ wollten, war uns klar, dass wir kurz davor waren ausgeraubt zu werden. Den Trick mit dem Ketchup kannten wir bereits von unserem Ansprechspartner Germán. Er wird anscheinend oft bei Touris angewandt. Wie es das Schicksal so will, hatten wir ausgerechnet an diesem Tag mehr Bargeld, MP3-Player, Foto und Handy dabei, da wir uns ja eigentlich auf ein paar entspannte Stunden im Park freuten. Diese Freude ist uns allerdings dann schnell vergangen und wir sind sofort mit zittrigen Knien und einem sehr komischen Gefühl im Magen der Männermeute entflohen und in das nächste Taxi geflüchtet. Als wir in Sicherheit waren haben wir dann aber erst mal kräftig gelacht – noch mal Schwein gehabt!
Was lernen wir daraus? Immer schön mit offenen Augen und klarem Verstand durch die Straßen Ecuadors laufen! :)

Galápagos

Am Freitag Morgen gings mit dem Flugzeug nach San Cristóbal auf die Galápagosinseln, wo uns eine viertägige Tour erwartete. Diese startete auf der Hauptinsel San Cristóbal. Danach gings mit dem Boot nach Floreana, dann weiter nach Isabela und zum Schluss noch nach Santa Cruz. Zurück flogen wir von Baltra aus – wie man sieht viel gesehen in kurzer Zeit.
Die Reise war für uns sehr beeindruckend und erst im Nachhinein kann man die vielen verschiedenen Eindrücke richtig wahrnehmen.
Am ersten Tag haben wir kurz nach unserer Ankunft total fasziniert eine Robbe fotografiert, worauf uns der Guide belächelnd gesagt hat, dass wir noch einige Dutzende von ihnen sehen werden ;).
Man kann sich kaum vorstellen, wie nahe man an die Tiere herankommt und wie wenig diese sich davon beeindrucken lassen. Wir sahen von Seerobben, Riesenschildkröten, Pinguinen, verschiedensten Fischen, Rochen, Haie, Langusten, Quallen, Leguanen, bis zu Blaufußtölpeln und Riesenechsen die ganze Tiervielfalt der paradiesischen Inseln.
Die weißen Sandstrände erinnern an die Karibik, nur leider hat es unser straffer Zeitplan nicht zugelassen dort einige Stunden zu entspannen . An jeder Ecke sah man riesige Bananenstauden und Kokuspalmen. Hatten wir mal Lust darauf konnten wir die Bananen einfach in dem Garten von unserem süßen Hostal pflücken.
Die Zeit auf Galápagos war wunderschön und wir werden bestimmt noch lange daran zurückdenken. Vor allem genossen wir die reine Luft und die Stille ohne den vielen Verkehr Quitos.
Muchos besos
Inge und Vani