Nach 8h Busfahrt sind wir am Freitagmorgen in Lago Agrio angekommen. Wir waren aber noch lange nicht am Ziel. Dort wurden wir von unserm Guide begrüßt und fuhren mit einem Privatbus weitere 2,5h weiter zum Reservat Cuyabeno, wo wir auch unser Mittagessen bekamen. (kaltes Gemüse und Fleisch, aber trotzdem lecker). Danach gings wiederum 2h mit einem Kanu, indem auch unsre komplette Essensration für die nächsten 4 Tage gelagert wurde, zu unsrer Lodge, die mitten im Dschungel lag. Die Lodge war total süß und unsre Zimmer waren praktisch komplett offen beim Händewaschen, Duschen oder auf dem Klo hatte man stets den Blick in den Dschungel – alles richtig saftig grün.
Am Anfang hatten wir Angst, dass wir ständig giftigen Spinnen oder Schlangen, oder anderen Tieren über den Weg laufen werden, aber so war es überhaupt nicht. Hätten wir unseren tollen Guide nicht dabei gehabt hätten wir vermutlich kein einziges Tier gesehen :D. Dank ihm haben wir viele verschiedene süße Affen, Faultiere, riesige, eklige Spinnen, Caymane, Vögel (Papageie und Fischreiher), Delphine und Fledermäuse. Der Anblick der Anakonda blieb uns erspart – eigentlich schade, aber sie wollte sich uns trotz mehrfacher Suche und Anstrengung des Guides nicht zeigen.
Wir haben paar Tagen mal wieder so viele tolle und neue Eindrücke gesammelt und viel unternommen: im Indigenasdorf Yucabrot gebacken – lecker; Piranhas gefischt – mehr (Inge) oder weniger (Vani) erfolgreich ;); im unvergesslichen, fast irreal erscheinenden Sonnenuntergang geschwommen – super romantisch und wunderschön (kleiner Vermerk an Katha: wir haben extra für dich viele Fotos gemacht und an dich gedacht :*); mit einem Schamanen gesprochen, an dessen Authentizität wir jedoch etwas zweifeln (alles wirkte ziemlich touristisch und gestellt); in der finsteren Nacht nur mit einer Taschenlampe ausgerüstet durch den Dschungel gelaufen (mit dem Hinweis des Guides niemals etwas ohne Kontrolle anzufassen –HILFE!); eine weitere durchaus angenehmere Tagwanderung durch den Dschungel, bei der wir zum Schluss noch durch Matsch, der bestialisch gestunken hat und uns bis zu den Knien reichte, gestapft sind.
Zwischendurch hatten wir immer wieder genügend Zeit um z.B. in den Hängematten der Lodge zu chillen und die „Geräuschkulisse“ des Urwaldes auf uns einwirken zu lassen.
Insgesamt war es eine super schöne Zeit. Trotzdem haben wir uns danach auf frische und nicht muffelnde Kleider und Betten gefreut und haben auch die Dusche in Quito ausgiebig genossen!
Besos Inge und Vani
Geäschd
vor 15 Jahren