Donnerstag, 28. Januar 2010



LA PAZ

Diese Woche haben wir in La Paz, dem Regierungssitz Boliviens, verbracht. Wir freuten uns alle, endlich mal wieder in einer Grossstadt zu sein, leider jedoch wurde unsere Freude maechtig getruebt. Der erste Anblick der Stadt war sehr schockierend: zerfallene Haeuser, dreckige Strassen, ueberall Bettler und Strassenhunde und alles einfach nur haesslich! Somit waren wir am ersten Tag ziemlich frustriert. Hinzu kam dann auch noch, dass unser erstes Hostal nicht gerade unseren Anspruechen entsprach und wir gleich am naechsten Morgen in das Hostal gegenueber wechseln konnten. Hier hat es uns dann umso besser gefallen und wir konnten sogar mal wieder den Luxus eines richtigen Fernsehers geniessen :)- toll!

Im Laufe der Tage konnten wir auch die schoeneren Plaetze der Stadt sehen und vor allem der Ausflug in die Yungas, dem Cocaanbaugebiet schlechthin! Die Tour war ein voller Erfolg, zumal unser ca. 70-jaehriger Guide uns voller Leidenschaft die wichtigsten Infos ueber sein Land auf sehr interessante Weise uebermittelte.

Im Cocamuseum konnten wir uns noch ausfuehrlicher ueber die Geschichte und die enorm wichtige Bedeutung der Heiligen Pflanze informieren. Unsere einzige offene Frage ist nun noch, ob wir Cocatee nach Deutschland einfuehren werden oder nicht :)

Heute Abend geht es mit dem Bus weiter nach Sucre und wir hoffen, dass uns diese Stadt schoenere Seiten und Fleckchen zu bieten hat!

Bis zum naechsten Mal
Besos
Inge und Vani




TITICACASEE

Endlich haben wir mal wieder etwas Zeit, um einen neuen Blogeintrag zu schreiben.
Unsre letzten Tage in Peru haben wir am Titicacasee verbracht. In einer gefuehrten Tagestour haben wir die Islas Flotantes und die Isla Taquile besichtigt.
Bei den Islas Flotantes handelt es sich um so genannte "schwimmende Inseln", die von den Inselnbewohnern durch aufeinandergelegte Schilfschichten gebaut werden. Dieser Prozess muss regelmaessig wiederholt werden.
Auch wenn alles sehr touristisch war (das Leben der Einheimischen ist komplett auf den Tourismus ausgerichtet: die Einheimischen haben zB auf Kommando des Guides angefangen Schilf zu essen, oder haben extra fuer uns einen Tanz vorgefuehrt!) fanden wir es trotzdem interessant und sehenswert.

Nach vier Tagen in Puno ging es dann mit dem Bus weiter nach Copacabana. Auf der Strecke lag der Grenzuebergang nach Bolivien, den wir entgegen unserer Befuerchtungen problemlos ueberqueren konnten. Auf unsere Frage, was wir jetzt tun sollten, meinte ein Polizeibeamter: "Camine a Bolivia" (Lauf nach Bolivien) ;) - ein lustiges Gefuehl.

Auch von bolivianischer Seite schauten wir uns den Titicacasee nochmals an. In Copacabana hatten wir ein tolles Hostal mit Seeblick und Fruehstuecksbuffet - hier konnte man es wirklich gut aushalten :)
Auch den Tagesausflug auf die Isla del sol genossen wir sehr!

Montag, 25. Januar 2010

Samstag, 16. Januar 2010

CUSCO

Die letzte Woche verbrachten wir in Cusco, einer echt wunderschoenen Stadt!
Wir hatten ein richtig suesses Hostal mit einem zweistoeckigem Viererzimmer, eigenem Bad und Zimmerservice - der reinste Luxus :-) Bei unserer Ankunft bekamen wir einen Cocatee aufs Zimmer gebracht, den trinken die Peruaner hier ueberall und er soll der Hoehenkrankheit und Magenverstimmungen entgegenwirken, kann ja nicht schaden!

Das Zentrum Cuscos ist mit seinen vielen Kolonialbauten; den kleinen,goldigen Balkoenchen und verzierten, prunkvollen Kirchen sehr beeindruckend.

Unsere Tage hier nutzten wir mal wieder zur Erkundung der Stadt, zogen uns eine Kirche nach der anderen herein, sodass wir so langsam das Gefuehl haben, dass wir so viele Kirchen wie noch nie in unserem Leben gesehen haben :-)
Mittags machten wir es uns in einem der dutzenden suessen Cafés mit Blick auf den Plaza de Armas gemuetlich und genossen einen heissen Tee zum Aufwaermen. Da Cusco ziemlich hoch liegt, ist es hier auch echt frisch und leider auch regnerisch, was wir, vor lauter Sonne, gar nicht mehr gewoehnt waren.

Nach einem Bummel ueber den "Mercado Artesanal", einem Kunsthandwerk liesen wir uns abends dann noch eine peruanische Spezialitaet, Alpaka, schmecken. Das war echt lecker und das Beste war, dass wir mal wieder ein absolutes Schnaeppchen gemacht haben. Echt unglaublich, hier kann man an jeder Ecke feilschen: man muss einfach nur nach den Preisen fragen und danach zum naechsten Restaurant gehen und schon springen einem die Ersten hinterher und machen die besten Angebote :-)

Das Highlight Cuscos sollte natuerlich die Besichtigung Machu Picchus werden. Dazu buchten wir eine gefuehrte Tour und wurden am Donnerstagmorgen mit einem Kleinbus abgeholt. Die Fahrt durch das "Heilige Tal" war aeusserst beeindruckend und auch abenteuerrreich. Groesstenteils ging es auf sehr schmalen und holprigen Feldwegen am Abgrund entlang, es regnete stark, sodass die Wasserfaelle auf der Strecke teilweise die "Strasse" ueberfluteten und wir einfach im wahrsten Sinne des Wortes durch die Baevhe auf den Strassen rasten. Die Fahrer hier sind echt lebensmuede, starten Ueberholvorgaenge bei Gegenverkehr und schiessen um die nicht ueberblickbaren Kurven ohne Ruecksicht auf Verluste - da ist man dann doch ziemlich angespannt.

Am Abend sind wir dann in Aguas Calientes angekommen, von wo aus wir am naechsten Morgen den Machu Picchu besteigen wollten.
Um vier Uhr morgens klingelte unser Wecker und es regnete in Stroemen - so mussten wir leider den Bus nach oben nehmen und konnten nicht, wie geplant, laufen.
Das Gefuehl, als wir oben ankamen mit Blick auf die verlorene Inkastatt, war gigantisch und wir schossen gleich die ersten Erinnerungsfotos - zum Glueck, denn kurze Zeit darauf wurde es immer nebliger und regenrischer, sodass das beruehmte Foto vom Aussichtspunkt ueber den Machu Picchu leider ausblieb. Unsere Freude war deshalb echt etwas getruebt, aber ein Grund mehr, um wiederzukommen :-)

Heute Nacht geht es mit dem Bus weiter nach Puno an den Titicacasee.
Bis bald,
Vani und Inge

Sonntag, 10. Januar 2010

Sandboarden und Arequipa

Heute mal nur ein ganz kurzer Eintrag und noch nachtraeglich ein paar Fotos vom Sandboarden in Nazca.

Die letzten vier Tage verbrachten wir mit einem gemuetlichen, nicht zu anstrengenden Programm in Arequipa, der zweitgroessten Stadt Perus.
Arequipa ist mit seinem kolonialen Bauten total schoen und besonders beeindruckend war die weite Landschaft um den "Cañon del Colca", der zweitgroessten Schlucht der Welt.
Typisch fuer Arequipa sind die Frauen mit ihren bunten Trachten und zu goldig fanden wir das kleine Alpakababy.

Heute Nacht fahren wir weiter nach Cusco und von dort aus melden wir uns dann wieder ausfuehrlicher!

Machts gut,
bis bald!









Mittwoch, 6. Januar 2010














Peru

Da wir staendig im Freizeitstress sind, kommen wir jetzt erst dazu zu bloggen.
In den letzten zwei Wochen hat sich bei uns einiges getan: nach einer 17,5stuendigen Fahrt sind wir gut und sicher in Peru angekommen.
Unser erster Halt war an den Straenden Máncoras - ein wunderschoener Urlaubsort. Am Strand haben wir fuer vier Tage bei knallender Sonne und frisch gepressten Fruchtsaeften die knackigen Surfer und die Jetsetmaedels beobachtet und unsere Zeit genossen. Da unser wunderschoenes Hostal direkt am Strand lag, konnten wir jeden Abend nach dem Fischessen noch gemuetlich am Strand chillen. Auch Silvester haben wir mit Obstsalat, einem Boeller und Sekt mit frischen Erdbeeren gut verbracht - mal etwas ganz Anderes.

Schweren Mutes mussten wir Máncora Richtung Lima an Neujahr verlassen. Unsere Fahrt war aber aeusserst komfortabel, da wir mit der Busgesellschaft Perus Nummer eins fuhren: wir lagen quasi in Betten, hatten Boardservice und gute Filme. Solltet ihr aber jetzt glauben, wir wollten uns etwas goennen, so liegt ihr falsch - wir wollten nur lebend in Lima ankommen (mehrere Peruaner warnten uns vor bewaffneten Ueberfaellen).
Lima selbst war auf den ersten Blick nicht sehr ansprechend und unser Hostal wirklich auf Backpacker-Niveau - vor drei Monaten haetten wir uns nicht traeumen lassen, in einem solchen Hostal zu naechtigen. Trotzdem haben wir die drei Tage dort genossen und bestens ausgenutzt. Einen Tag verbrachten wir in der wirlich wunderschoenen Altstadt (Praesidentenpalast mit Wachabloesung, Catedrale mit Gottesdienst, Erzbischofspalst und saemtliche andere Kirchen).
Zufaellig stiessen wir auf den Brunnen mit der groessten Fontaene der Welt (80Meter). Diesen bewunderten wir bei Nacht mit gigantischen Lichtlasereffekten und Musikspiel.

Am Montag zogen wir Richtung Strand Limas los und entschieden uns mega spontan fuer Paragliding ueber Miraflores - gigantisch. Waehrend dem Flug sahen wir auf der einen Seite das wunderschoene Meer mit Strand und auf der anderen Seite die Grosstadt Limas mit Penthousewohnungen.
Trotz den einfachen Verhaeltnissen unseres Hostals, nutzten wir die Gemeinschaftskueche, um mal wieder unser eigenes Essen zu kochen. Dieses assen wir gemeinsam gemuetlich in unserem Zimmer auf dem Bett.

Heute schreiben wir schon aus Nazca, wo wir seid zwei Tagen sind. Auch hier hatten wir wieder volles Programm: Gestern stand ein Flug ueber die beruehmten Nazcalinien auf dem Programm, den wir mehr oder weniger genossen. Vani musste sich waehrend des Fluges mehrmals uebergeben (zum Glueck unbemerkt, weil sie ganz hinten im Flieger sass) und Inge bekam als Co-Pilot sozusagen eine persoenliche Darbietung des Piloten.
Heute in Herrgotsfruehe gings auf die hoechste Sandduene der Welt zum Sandboarding (knapp ueber 2000 Meter). Der vierstuendige Aufstieg war nach drei Monaten quasi ohne Sport extrem anstrengend aber enorm beeindruckend. Zwar sehen wir seit Máncora staendig die Wueste um uns herum, doch einen solchen Anblick haben wir in unserem Leben noch nie gesehen: riesige Sandduenen so weit das Auge reicht, weite und angsteinfloesende Berge und Wuestenlandschaften. Als wir endlich oben angekommen waren, hiess es das Board wachsen und ohne ausfuehrliche Anleitung unseres Guides die riesige Duene "herunterzusausen". Natuerlich war es nicht so einfach und der eine oder andere Sturz blieb nicht aus, sodass wir zum Schluss Sand am ganzen Koerper hatten.
Unsere Abenteuer hier haben sich wirklich gelohnt und ein Schnaeppchen haben wir mehr oder weniger unbewusst auch gemacht: da man hier tausend Angebote bekommt, von denen jeder Anbieter das absolut Beste haben will, muss man immer misstrauisch sein und genau hinterfragen. Uns wurde ein Angebot fuer Flug und Sandboarding fuer urspruenglich 350 Soles gemacht. Am Ende waren wir nach einer Stunde diskutieren und herunterhandeln bei 180 Soles angelangt. Unsere Geduld und Ausdauer hat sich also gelohnt :-) und wir konnten die Ausfluege mit einem besseren Gewissen geniessen.


Heute Abend gehts mit dem Bus (wer haette es gedacht..., er wird hier zu unserem zweiten Zuhause)weiter nach Arequipa, wo wir mehrere Tage eingeplant haben, um mal wieder alles ruhiger angehen zu koennen.

Besitos de Peru,
Vani und Inge