Da wir staendig im Freizeitstress sind, kommen wir jetzt erst dazu zu bloggen.
In den letzten zwei Wochen hat sich bei uns einiges getan: nach einer 17,5stuendigen Fahrt sind wir gut und sicher in Peru angekommen.
Unser erster Halt war an den Straenden Máncoras - ein wunderschoener Urlaubsort. Am Strand haben wir fuer vier Tage bei knallender Sonne und frisch gepressten Fruchtsaeften die knackigen Surfer und die Jetsetmaedels beobachtet und unsere Zeit genossen. Da unser wunderschoenes Hostal direkt am Strand lag, konnten wir jeden Abend nach dem Fischessen noch gemuetlich am Strand chillen. Auch Silvester haben wir mit Obstsalat, einem Boeller und Sekt mit frischen Erdbeeren gut verbracht - mal etwas ganz Anderes.
Schweren Mutes mussten wir Máncora Richtung Lima an Neujahr verlassen. Unsere Fahrt war aber aeusserst komfortabel, da wir mit der Busgesellschaft Perus Nummer eins fuhren: wir lagen quasi in Betten, hatten Boardservice und gute Filme. Solltet ihr aber jetzt glauben, wir wollten uns etwas goennen, so liegt ihr falsch - wir wollten nur lebend in Lima ankommen (mehrere Peruaner warnten uns vor bewaffneten Ueberfaellen).
Lima selbst war auf den ersten Blick nicht sehr ansprechend und unser Hostal wirklich auf Backpacker-Niveau - vor drei Monaten haetten wir uns nicht traeumen lassen, in einem solchen Hostal zu naechtigen. Trotzdem haben wir die drei Tage dort genossen und bestens ausgenutzt. Einen Tag verbrachten wir in der wirlich wunderschoenen Altstadt (Praesidentenpalast mit Wachabloesung, Catedrale mit Gottesdienst, Erzbischofspalst und saemtliche andere Kirchen).
Zufaellig stiessen wir auf den Brunnen mit der groessten Fontaene der Welt (80Meter). Diesen bewunderten wir bei Nacht mit gigantischen Lichtlasereffekten und Musikspiel.
Am Montag zogen wir Richtung Strand Limas los und entschieden uns mega spontan fuer Paragliding ueber Miraflores - gigantisch. Waehrend dem Flug sahen wir auf der einen Seite das wunderschoene Meer mit Strand und auf der anderen Seite die Grosstadt Limas mit Penthousewohnungen.
Trotz den einfachen Verhaeltnissen unseres Hostals, nutzten wir die Gemeinschaftskueche, um mal wieder unser eigenes Essen zu kochen. Dieses assen wir gemeinsam gemuetlich in unserem Zimmer auf dem Bett.
Heute schreiben wir schon aus Nazca, wo wir seid zwei Tagen sind. Auch hier hatten wir wieder volles Programm: Gestern stand ein Flug ueber die beruehmten Nazcalinien auf dem Programm, den wir mehr oder weniger genossen. Vani musste sich waehrend des Fluges mehrmals uebergeben (zum Glueck unbemerkt, weil sie ganz hinten im Flieger sass) und Inge bekam als Co-Pilot sozusagen eine persoenliche Darbietung des Piloten.
Heute in Herrgotsfruehe gings auf die hoechste Sandduene der Welt zum Sandboarding (knapp ueber 2000 Meter). Der vierstuendige Aufstieg war nach drei Monaten quasi ohne Sport extrem anstrengend aber enorm beeindruckend. Zwar sehen wir seit Máncora staendig die Wueste um uns herum, doch einen solchen Anblick haben wir in unserem Leben noch nie gesehen: riesige Sandduenen so weit das Auge reicht, weite und angsteinfloesende Berge und Wuestenlandschaften. Als wir endlich oben angekommen waren, hiess es das Board wachsen und ohne ausfuehrliche Anleitung unseres Guides die riesige Duene "herunterzusausen". Natuerlich war es nicht so einfach und der eine oder andere Sturz blieb nicht aus, sodass wir zum Schluss Sand am ganzen Koerper hatten.
Unsere Abenteuer hier haben sich wirklich gelohnt und ein Schnaeppchen haben wir mehr oder weniger unbewusst auch gemacht: da man hier tausend Angebote bekommt, von denen jeder Anbieter das absolut Beste haben will, muss man immer misstrauisch sein und genau hinterfragen. Uns wurde ein Angebot fuer Flug und Sandboarding fuer urspruenglich 350 Soles gemacht. Am Ende waren wir nach einer Stunde diskutieren und herunterhandeln bei 180 Soles angelangt. Unsere Geduld und Ausdauer hat sich also gelohnt :-) und wir konnten die Ausfluege mit einem besseren Gewissen geniessen.
Heute Abend gehts mit dem Bus (wer haette es gedacht..., er wird hier zu unserem zweiten Zuhause)weiter nach Arequipa, wo wir mehrere Tage eingeplant haben, um mal wieder alles ruhiger angehen zu koennen.
Besitos de Peru,
Vani und Inge
Geäschd
vor 15 Jahren
Hallöchen ihr beiden!
AntwortenLöschenAlso ich beneide euch ja wirklich - hört sich richtig cool an was ihr da schreibt!
Danke für die E-Mail, mir ist grad eingefallen, dass ich ganz vergessen hab zu antworten *schäm*
Lassts weiterhin krachen, ich denk an euch und les fleißig eure Abenteuer :)
Küsschen, passt auf euch auf!
Tanja