Nichts ahnend wollten wir uns nach einem Arbeitstag ganz entspannt bei Sonnenschein in einen Park legen. Auf dem Weg dorthin waren wir neben einer sehr befahrenen und belebten Straße auf der Suche nach etwas zu Essen bis wir plötzlich etwas Komisches auf unserm Rücken spürten. Zuerst dachten wir, dass es sich um Vogelscheiße handelte, doch nach einer Geruchsprobe und einem kurzen Blick auf den vor allem von Inge sehr beschmutzen Rücken, war uns klar, dass es sich um Ketchup handelte. Völlig verdutzt gingen wir erst noch ein paar Schritte weiter und hielten dann an der Seite an. Sofort kam uns ein netter Mann mit Tempos zur Hilfe, die wir zunächst dankend annahmen. Doch als Inge dann von allen Seiten noch mehr Männer registrierte, die uns mit Taschentüchern „helfen“ wollten, war uns klar, dass wir kurz davor waren ausgeraubt zu werden. Den Trick mit dem Ketchup kannten wir bereits von unserem Ansprechspartner Germán. Er wird anscheinend oft bei Touris angewandt. Wie es das Schicksal so will, hatten wir ausgerechnet an diesem Tag mehr Bargeld, MP3-Player, Foto und Handy dabei, da wir uns ja eigentlich auf ein paar entspannte Stunden im Park freuten. Diese Freude ist uns allerdings dann schnell vergangen und wir sind sofort mit zittrigen Knien und einem sehr komischen Gefühl im Magen der Männermeute entflohen und in das nächste Taxi geflüchtet. Als wir in Sicherheit waren haben wir dann aber erst mal kräftig gelacht – noch mal Schwein gehabt!
Was lernen wir daraus? Immer schön mit offenen Augen und klarem Verstand durch die Straßen Ecuadors laufen! :)
Geäschd
vor 15 Jahren
Ich hoffe, dass es sich bei dem verwendeten Ketchup um schmackhaft würzigen Curryketchup gehandelt hat und nicht um eine lieblos zusammengewürfelte Tomatenplörre.
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