Da wir in Sucre nicht mehr genuegend Zeit fuer einen Eintrag hatten, melden wir uns jetzt hier aus Potosí.
Sucre ist die Hauptstadt Boliviens. Dort verbrachten wir vier sehr entspannte und schoene Tage. Nach relativ langer Suche haben wir ein tolles, zentrales Hostal gefunden, in dem wir besonders den tollen Fernseher zu schaetzen wusstem (diverse Filme, Serien und das Beste: Australian Open!!)
Wie schon des oefteren haben wir auch hier wieder unsere eigene Stadttour, ausgeruestet mit Reisefuehrer und Stadtplan, gemacht. Dabei haben wir das “Museo nacional de etnografía y folklore” gesehen, in dem echt beeindruckende, sehr schoen verzierte “Fasnetsmasken” aus ganz Bolivien ausgestellt sind. Weiter gings mit zahlreichen Kirchen und schoen angelegten Plaetzen, die wirklich zum Verweilen einladen - das wird uns in Deutschland wirklich fehlen.
Auch hier gab es mal wieder einen Aussichtspunkt, den wir uns nicht engehen liessen. Die Aussicht war nach einem relativ steilen Anstieg wirklich schoen. Die “weisse Stadt” wie Sucre auch genannt wird, kam hier sehr gut zum Vorschein: die an einem Berg abfallende Haeuser und Gebaeude sind alle weiss mit roten Daechern.
Besonders beeindruckend bei unserer Tour war der Besuch des “Cementerio general”, einem der schoensten und groessten Freidhoefe Boliviens. Nicht mal nach dem Tod bleibt hier der Klassenunterschied verborgen: die Reichen haben sehr schoen angelegte, grosse Graeber, die man teilweise schon fast als Haeuser bezeichnen koennte. Die Armen hingegen muessen sich mit einem Miniplatz auf einer riessen Wiese zufrieden geben. Der Grossteil des Friedhofes bestand aus “Grabhaeusern”, wo die Saerge in vorgefertigte Oeffnungen hineingeschoben werden und Angehoerige ein kleines Fenster zum “Schmuecken” haben.
Eigentlich wollten wir mit einem leckeren Eis bei Sonnenschein ganz gemuetlich auf den Platz setzen, doch daraus wurde leider nichts: Wir wurden Opfer der hier in Bolivien weit verbreiteten Faschingstradition, bei der vor allem Auslaender und Maedchen mit Wasserbomben oder Spritzpistolen nass gemacht werden – eigentlich ganz witzig.
An unserem letzten Abend goennten wir uns eine besondere Delikatesse: Lama mit Quinua. Vom Hocker hat es uns zwar nicht gerade gehauen, lecker war es aber trotzdem. Es schmeckte aehnlich wie Schwein.
Aus Sucre wollten wir fast nicht mehr gehen, so wohl fuehlten wir uns hier. Die naechste Stadt wartete aber ja auf uns
Besos
Inge und Vani
Geäschd
vor 15 Jahren
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